Am 28. Juni 2012, nachts um 3.00 Uhr, gingen 10 Sportler und 3 Trainer unseres Vereins auf große Fahrt nach Schweden. Die 50. Öresundspiele in Helsingborg waren der Saisonhöhepunkt.

 

Über Dresden, vorbei an der Hauptstadt Berlin, weiter nach Stralsund, über die neue Rügen-Damm-Brücke fuhren wir nach Sassnitz zum Fährhafen. Die Pausen auf den Parkplätzen wurden sportlich genutzt, wobei der „Fussel“ das Lieblingsspielzeug wurde.

Die Fähre „Trelleborg“ brachte uns nach vier Stunden in die gleichnamige schwedische Hafenstadt am Öresund. Von Trelleborg reisten wir über Malmö weiter nach Helsingborg in den Stadtteil Heden, wo uns zu nächst eine Zwangspause erwartete; denn die Turnhalle, in der wir übernachten wollten und sollten, war bis 20.00 Uhr „geschlossen“, weil ein Hockeyverein ein wichtiges Training zu absolvieren hatte. So besichtigten wir das Stadion und wickelten die Anmeldeformalitäten ab.

Danach wurde tief Luft geholt: Die Matratzen mussten aufgepustet werden. Nur gut, dass Herr Anschütz die „Gasflasche“ mit hatte und uns die Arbeit erleichterte. Frau Anschütz richtete Küchen- und Essecke ein, damit wir nach dem Bettenbeziehen unsere mitgebrachte Verpflegung genießen konnten.
In unserem Hallenteil „wohnten“ noch Sportler aus Berlin und Ilmenau. Nebenan im zweiten Hallenteil waren (wie immer) die Schweriner, Rostocker und Sportler vom LAC Mühl Rosin einquartiert worden. Mit der letztgenannten Mannschaft hatten wir wieder viel Spaß!!!

 

Am Freitag, dem 29.6., wurde nach ausgiebigem Frühstück mit frischen Bäckerbrötchen, welche kurz nach 6.00 Uhr von Herrn Anschütz geholt worden waren, eine kleine Stadtbesichtigung durchgeführt. Selbst das leichte Regenwetter konnte uns die Laune nicht verderben. Die Fotos, die von Angela, Lena und all den anderen gemacht wurden, zeigen das.
Helsingborg ist auch im Regen schön und der „McDonalds“ ist besser als bei uns… jedenfalls, gibt es dort so süße Babylätzchen, die wir aber nicht nehmen durften, sagte uns eine Mitarbeiterin auf Deutsch, weil wir doch keine Babies mehr seien. (Schade, vor 2 Jahren durften wir das noch…)

Nach einer kurzen Mittagsruhe begannen um 16.00 Uhr die Wettkämpfe. Wer keinen WK hatte, absolvierte ein leichtes Training.

 

An den 2 ½ Wettkampftagen der 50. Öresundspiele trafen wir auf etwa 1000 Sportler aus Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark, Island, Qatar, Ungarn sowie Deutschland. Zusammenfassen könnte man diese Zeit so, wie es in unserem Bericht an die Freie Presse steht:

„Neun Medaillen und 17 persönliche Rekorde sind das beste Ergebnis des Vereins bei diesem Event. Sechs Sportler der Altersklassen 10 bzw. 11 hatten daran den Löwenanteil.
Besonders erfreulich waren die Ergebnisse in den 60 m-Läufen, wo Lena Spinde (Ak 10), Margareta Creutz und Sebastian Niendorf (beide Ak 11) das A-Finale erreichten. Sebastians 9,07 sec bedeuteten Platz 5, Margaretas 9,02 sec „nur“ den 6. Platz und Lena Spindes 9,57 sec Platz 8. Bei den Öresundspielen erhalten die A-Finalteilnehmer bis einschließlich Ak 17 eine Plakette. Jule Bannach (Ak 10) und Lisa Börner (Ak 11) belegten im B-Finale jeweils den 6. Platz. Über 600 m fischten Jule (2:01,36 – 6.), Margareta (2:02,14 – 7.) und Lisa (2:02,91 – 8.) nochmals Medaillen aus dem Öresund. Sebastian errang sein zweites Edelmetall mit 4,14 m im Weitsprung (8.). Das Feld der jüngsten FPSV-Starter komplettierte Henriette Bochmann (Ak 11). Sie stieß die 2-kg-Kugel 7,88 m weit und landete damit auf Platz 5.
Die 300 m Hürdenstrecke war für Angela Kleinstäuber (Ak 19) wie bereits 2009 ein Medaillengarant. 51,96 sec bedeuteten Platz 3. Den 4. Platz belegte sie im 100 m Hürdenlauf und den 5. im Weitsprung.
Lara Plate (Ak 13) hatte sich durch ihr jahrelanges, fleißiges Training einen Platz in der Mannschaft erkämpft und errang in ihren Disziplinen (80 m, 200 m, Weitsprung) jeweils persönliche Bestleistungen.
In den Erwachsenenklassen starteten Susann Ludwig (200m, Weit) und Christian Pönisch (100, 200, 400 m). Sie hatten sich mit starken Starterfeldern auseinanderzusetzen. Auch wenn ihnen keine persönlichen Bestleistungen gelangen, schlugen sie sich achtbar im Mittelfeld. Sie waren darüber hinaus für die jüngeren Sportler jederzeit mit Rat und Tat zur Stelle.“

 

Die gesamte Ergebnisliste ist auf der Internetseite des IFK Helsingborg einsehbar. Wir haben unsere Ergebnisse in einer Tabelle zusammengestellt.

 

Deltagarens namn
Name des Teilnehmers
Födelseår
Geburtsjahr
Klass
Klasse
Gren
Disziplin
Results
Ergebnisse
Bannach, Jule 2002 F 10 60 m 9,88 sec VL; B-Finale: 9,46 sec  6.  PB
Längd 3,60 m    18.
600 m 2:01,36 min  6.  PB
Spinde, Lena 2002 F 10 60 m 9,69 sec VL; A-Finale: 9,57 sec  8.  PB
Längd 3,85 m  12.   PB
600 m 2:17,97 min  22.  PB
Bochmann, Henriette 2001 F 11 60 m 10,10 sec VL  PB
Längd 3,80 m  13.
Kula 7,88 m  5.   PB
Börner, Lisa 2001 F 11 60 m 9,95 sec VL; B-Finale: 9,73 sec  6.  PB
Längd 3,81 m  12.
600 m 2:02,91 min  8.  PB
Creutz, Margareta 2001 F 11 60 m 9,47 sec VL; A-Finale: 9,02 sec 6.  PB
Längd 3,91 m  10.
600 m 2:02,14 min  7.  PB
Niendorf, Sebastian 2001 P 11 60 m 9,54 sec VL; A-Finale: 9,07 sec 5.  PB
Längd 4,14 m  8.
600 m 2:04, 44 min  11. PB
Plate, Lara 1999 F 13 80 m 12,29 sec VL  PB
Längd 4,15 m  30.   PB
200 m 31,06 sec  26.  PB
Kleinstäuber, Angela 1993 F 19 100m 13,63 sec VL  PB
100 m häck 18,16 sec  4.
300 m häck 51,96 sec  3.
Längd 4,31 m  5.
Ludwig, Susann 1986 KS 200 m 31,77sec  16.
Längd 4,40 m  11.
Pönisch, Christian 1987 MS 100 m 12,12 sec  VL
200 m 24,61 sec  30.
400 m 53,83 sec  19.

 

Wir Trainer sind wirklich stolz auf unsere kleinen und großen Sportler: Wie fleißig sie trainiert haben, sich auch von Erkältungen oder der Erkrankung von Jule nicht abschrecken ließen und trotzdem Medaillen gewannen, war einfach nur hervorragend. Dabei stand bei unseren „Kinnings“ die Fairness an erster Stelle, was dazu führte, dass Sebastian beim 600m-Lauf kurz nach dem Start an den letzten Platz des Feldes gedrängelt wurde. Er kämpfte sich dennoch auf einen beachtlichen 11. Platz im Gesamtklassement vor.

 

Die Atmosphäre im Stadion war wieder super toll: Jeder brüllte für jeden und auch wir wurden angefeuert, vor allem von den Sportlern des LAC Mühl Rosin (bei Güstrow). In dem Verein verbringt die Schwester von Frau Anschütz auch ehrenamtlich als Trainerin ihre Freizeit. Schon vor 2 Jahren passten wir so herrlich zusammen… Und die, die damals mit dabei waren, erkannten sich auch gleich wieder. Herr Möde, der Spezialist vom LAC in Sachen Tapen, Physio u.a. behandelte Henriette an der Ferse, renkte Susi, Angela und Frau Anschütz die verschobenen Wirbel wieder aus bzw. ein. Und die anderen Trainer analysierten gegenseitig die technischen Ausführungen und Ergebnisse der Sportler und alberten manchmal mehr herum als die Sportler.

Abends trafen wir uns am Strand zum Grillen, Spielen oder Anschauen des Sonnenunterganges. Am Sonntagabend nach dem Ende aller Wettkämpfe durften dann endlich alle nach mehr als 3 Wochen wieder baden und schwimmen. Hurra, wir waren im Öresund!

 

Auf der Rückfahrt am Montag, dem 2. Juli, kauften wir auf der Fähre noch ein paar kleine Andenken, spielten Jatzy, machten Fotos von der schönen Ostsee und  kamen gegen 17.00 Uhr auf Rügen an. Nach dem Volltanken der Autos begegneten wir den ersten wirklich dunklen Regenwolken am Tag. Kaum hatten wir Mecklenburg-Vorpommern verlassen bestätigte sich der Text des Liedes „Brandenburg“: Es gibt schöne Länder und es gibt Brandenburg… In der Tat begleiteten uns quer durch dieses Bundesland bis zur Autobahnabfahrt „Wilder Mann“ in Dresden Regengüsse und taghelle Blitze… Die meisten Sportler schliefen dennoch friedlich. Herr Anschütz, Susi, Franzi und Christian sagen wir ganz herzlich DANKE, dass sie uns sicher nach Schweden und zurück gebracht haben.

 

Wie schön wäre es, wenn wir nächstes Jahr wieder zu den Öresundspielen fahren könnten…

Auf Wiedersehen!
C.A.

 

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