Nach anfänglichen Irrungen und Wirrungen um den Start- und Bewertungsmodus entwickelte sich die Mannschaftsmeisterschaft zu einem wahren Krimi:

Pro Disziplin und Altersklasse durften schließlich (bis auf Hochsprung) 3 Sportler starten, wobei die jeweils beste Leistung Team-Punkte brachte. Und um es vorweg zu nehmen, unseren 800-m-Läuferinnen war es vorbehalten die entscheidenden Akzente zu setzen.

Der Freiberger PSV wurde in der WKU 12 von fünf Athletinnen vertreten. Laura Michelle Baldauf punktete im Hochsprung mit 1,15 m. Samira Beyer war nach 7,65 sec im 50-m-Ziel und lieferte mit 4,15 m im Weitsprung weitere Team-Punkte. Nach 37 Metern im Schlagballweitwurf durch Kasja Wolf und der 4 x 50 m-Staffel (30,89 sec) mit Kasja, Sarah Chantal Meyer, Franka Schieck und Samira hatten die FPSV-Mädchen einen Punkt Rückstand auf Platz 3 und 9 auf Platz 2. Durch die o. g. Regelung „musste“ Sarah beim Ballwurf pausieren. Aber das war für den 800 m-Lauf gerade richtig. Sie setzte die Marschroute perfekt um: Die erste Runde lief sie „im Schatten“ der Spitzenläufer und griff bei 600 m unwiderstehlich an – Sieg in 2:50,98 min. Damit konnte sich das Team noch auf den Silberrang vorarbeiten – 2901 Punkte!

Das WJU 14-Team wurde jeweils als Startgemeinschaft durch 15 Sportlerinnen aus Frankenberg, vom TVL Freiberg und dem FPSV vertreten. Bei den 16-jährigen Mädchen waren es 11.

Die jüngeren Athletinnen durchzogen als Team eine Berg- und Talfahrt und konnten am Ende auf eine echte Mannschaftsleistung zurückblicken. Henriette und Lena punkteten bei 3 Einzeldisziplinen, die TVL-Mädchen bei zwei weiteren. Nach glänzenden Hochsprung- , Sprint- und Hürdenergebnissen stand die Startgemeinschaft plötzlich auf Platz 1. Weitsprung und Staffel (4 x 75 m mit Hanna Schraps, Jasmin Reichardt, Juliette Eser und Alba Dagné), die knapp 1 Sekunde schneller war als unsere Mädchen ergaben zwischenzeitlich Platz 3. Jule Bannach war unser heißes Eisen für den 800 m-Lauf. Sie überquerte das Ziel nach 2:37,06 min als erste und lief damit ein schnelles, aber taktisch perfektes Rennen. Die 70 Punkte Rückstand zum späteren Siegerteam konnten damit natürlich nicht ausgleichen werden, aber es wurde souverän Platz 2 (3809 Punkte).

Unsere weiteren WJU 14-Mannschaftspunkte erkämpften:
Henriette Bochmann – Ball – 37,50 m
Hanna Schraps – 75 m – 10,25 sec
Lena Spinde – Weit – 4,39 m, 60 m Hü – 10,73 sec
Pauline Winkler – Hoch – 1,44 m
Staffel 42,64 sec

Die U 16-Mädchen rangierten sich bis zur Hälfte des Wettkampfs auf Rang 7 ein, wobei die FPSV-Starterinnen gute, aber eben keine Spitzenleistungen für das Team erreichten. Da auch die jungen Frankenberger Damen nicht über ihre Schatten springen konnten, war eine bessere Platzierung zwischenzeitlich nicht drin. Die TVL-Vertreter kamen in den Bereich ihrer Bestwerte, so dass vor Staffel und 800 m Platz 6 erreicht wurde. Auch hier gab es noch einmal Hektik. Die reine Frankenberger Staffel kam durch den geänderten Modus nicht zu stande. Jenny und Manja mussten jetzt wieder einspringen. Für die Laufzeit war das natürlich von Bedeutung – in dieser Zusammensetzung waren die Mädchen noch nie gelaufen. Auch wenn einige Punkte verloren gingen, Platz 6 konnte gehalten werden. Für Manja war der Mittelstreckenlauf ein weiterer Test für die im Dezember stattfindenden Schülerspiele. Und sie nahm vom Start weg das Heft des Handelns in die Hand. 400 m in 66 Sekunden ist schon eine Hausnummer und hielt die Läuferin vom LG Vogtland erst einmal auf Distanz. Diese konnte jetzt aber aufholen und sogar kurzzeitig vorbei gehen. Aber auch sie musste dabei an ihre Grenzen gehen. Bei 600 m kontrollierte Manja erneut das Rennen und zog auf und davon. Der Vorsprung im Ziel war riesig und die Zeit ebenso – 2:31,31. Hier sollte es nicht mehr lange dauern und die 2:30 min werden unterboten. Platz 5 (4726 Punkte) für die Mannschaft waren schließlich der Lohn.

Die besten WJU 16-Einzelleistungen:
Luna Dagné – Diskus – 20,90 m, Speer – 25,80 m;
Jessica Ilgner – Kugel – 9,81 m;
Jenny Ruttloff – Hoch – 1,51 m;
Annabelle Wünsche – 100 m – 13,88 sec, 80 m Hü – 13,90 sec, Weit – 4,79 m
4 x 100 m-Staffel (Jenny Kahl, M. Köhmstedt, Michelle Mühler, Wenke Lindner) 57,52 sec

Aus den Regionalmeisterschaften von Leipzig und Chemnitz qualifizieren sich die Sieger und die insgesamt 7 punktbesten Teams für das Landesfinale. Damit dürften die U 12- und U 14-Mädchen gute Chancen haben in Leipzig dabei zu sein.

Ein Gedanke sei mir noch erlaubt: Es sind Mannschaftsmeisterschaften, bei denen die einzelnen Punkte addiert werden. Dennoch sollte sich ein gutes Team morgens treffen und erst nach der Siegerehrung wieder auseinander gehen. So ist man bei Startzeitänderungen flexibel genug, um reagieren zu können. In Frankenberg gab es davon eine Menge, allerdings in Altersklassen, die von uns nicht besetzt waren.

Die Jüngsten kamen dem Ziel am nächsten – sie waren wenigstens noch komplett zur Siegerehrung zusammen und ließen sich von den größeren Sportlern, den Eltern und Betreuern feiern.

Ihr habt teilweise tollen Sport gezeigt und bei einigen Disziplinen auch Schmerzen weggesteckt, bei denen andere aufgegeben hätten.

Glückwunsch zu Euren Leistungen!