Es war Zufall, dass die Anzahl der FPSV-Sportler mit der des Mitgas-Schülersportfestes in der Leipzig-Arena übereinstimmte: Siebzehn. Allerdings verloren sich die Aktiven nicht unter den 1250 Startern aus Tschechien, Russland und Deutschland, sondern setzten Akzente. Bei der 13-stündigen Veranstaltung mussten sie allerdings einige Zeit warten, ehe die erste Medaille bejubelt werden konnte. Gerade für die jüngsten Athleten war es schwer bei diesem Fluidum die Konzentration zu behalten. Bis zu 70 Starter reduzierten dabei die Durchgänge in einigen technischen Disziplinen, um den Zeitplan einigermaßen im Lot zu halten.

Anna Guhl (W10) hatte bereits 8.45 Uhr ihren Wettkampfbeginn. Über 60 m Hü verbesserte sie dabei gleich ihre Bestmarke um drei Zehntel. Mit 11,38 sec wurde das Treppchen knapp verpasst (4.). Auch im Weitsprung bestätigte sie ihre Meldeleistung (3,77 m – 6.). Die Altersklassen 10 und 11 lagen ebenfalls im PB-Bereich beim 50-m-Sprint: Annika Mai (7,87 sec – 7.) und Clea Lorenz (8,09 sec – 19.) in der W11 sowie Jonas Grahl (8,15 sec – 9.) in der M10.

Jessica Lehmann (W13) qualifiziert sich über 60 m mit 8,47 sec für das Finale, musste dort aber ebenso wie im medaillenrelevanten Weitsprungwettbewerb verletzungsbedingt absagen. Die erste Plakette erreichte Oswald Stockmann (MJU20) beim Kugelstoßen. Erstmals erzielte er mit dem 6-kg-Gerät 11,48 m und konnte sich über Silber freuen. Frieda Schmitz zeigte im mehrfach unterbrochenen Hochsprungwettkampf der 12-jährigen Mädchen (parallel kreuzten Hürdenläufe die Anlaufbahn) Nervenstärke. Nach nur 4 Durchgängen hatte sie bei 1,30 m (PB) die wenigsten Fehlversuche und gewann damit Gold. Sebastian Grummt (M14) lief über 60 m Hü in der Halle erstmals unter 10 Sekunden (9,89) und komplettierte damit den Medaillensatz des FPSV (3.). Fast hätte Lisa Börner (WJU20) dort noch einmal beim Weitsprung nachgelegt. Leider verschenkte sie im ersten Durchgang etwa 30 cm bei vermessenen 4,84 m. Damit verpasste sie Bronze um einen Zentimeter. Auch Arvid Wolf (MJU20) hatte hier keinen glücklichen Tag. Nur der erste von 4 Durchgängen brachte eine gültige Weite und die lag weit weg von seiner tatsächlichen Leistungsfähigkeit. Schade, dass der Ansprung wieder die bekannten Probleme verursachte und damit die mögliche Medaille verhinderte. Samira Beyer bestätigte bei den für sie so wichtigen 200 m erneut die Erfurt-Leistung mit 26,69 sec. Innerhalb von 7 Tagen ist es schwer ohne Regeneration eine Steigerung zu erreichen. Deshalb ist diese Zeit keinesfalls enttäuschend. Viele persönliche Bestwerte, die an diesem Tag aufgestellt wurden reichten nicht für die Siegerehrungen. Das zeigt, wie hochkarätig dieses Sportfest besetzt war. Dennoch können alle stolz auf ihre Ergebnisse sein.

Alle Ergebnisse:

Name

Ak

50 m

60 m Hü

Weit

Med.-b.

 

Anna Guhl

W10

8,32 (18.)

11,38 (4.)

3,77 (6.

4,20 (12.)

 

Jonas Grahl

M10

8,15 (9.)

12,03 (10.)

3,57 (11.)

4,10 (19.)

 

Annika Mai

W11

7,87 (7.)

11,21 (8.)

3,64 (17.)

5,00 (9.)

 

Clea Lorenz

W11

8,09 (19.)

11,85 (22.)

3,55 (24.)

4,10 (33.)

 

Name

Ak

60 m

60 m Hü

Weit

Kugelstoß

Hochsprung

Svea Wolf

W12

9,63 (48.)

11,91 (40.)

 

4,80 (14.)

 

Frieda Schmitz

W12

9,49 (42.)

11,49 (33.)

3,22 (46.)

5,50 (12.)

1,30 (PB, I.)

Camilla Beyer

W12

9,67 (50.)

12,06 (42.)

3,35 (43.)

4,72 (15.)

 

Anne Selcuktekin

W13

9,13 (34.)

 

3,81 (29.)

 

 

Jessica Lehmann

W13

8,47 (8.)

 

 

 

 

Sebasian Grummt

M14

 

9,89 (PB, III.)

 

8,89 (7.)

 

Name

Ak

60 m

200 m

Weit

Kugelstoß

 

Liesbeth Schmitz

W15

8,74 (23.)

 

 

8,00 (6.)

 

Samira Beyer

WJU20

8,30 (15.)

26,69 (15.)

 

 

 

Lena Spinde

WJU20

8,80 (29.)

 

4,57 (10.)

8,79 (9.)

 

Arvid Wolf

MJU20

5,81 (5.)

 

 

 

 

Oswald Stockmann

MJU20

7,63 (30.)

 

 

11,48 (PB, II.)

 

Lisa Börner

WJU20

8,51 (23.)

 

4,84 (4.)

 

 

Yessica Ilgner

WJU20

 

 

 

10,12 (5.)