Mit 19 Sportlern waren wir in diesem Jahr in Döbeln wieder mit von der Partie. Was die Medaillenanzahl betrifft, so konnten unsere Starter eine sehr ausgewogene Bilanz vorweisen: 9 Gold- und 10 Silbermedaillen durften in den Taschen und Rucksäcken mit nach Hause fahren. Hinzu kamen 8 Bronzeplaketten.

Aber nicht allein diese Erfolge zählen. Unsere Jüngsten, Johanna Beyer, Victoria Sagi, Linus Herzog und Charlie Unglaub schlugen sich tapfer bei diesen Kreismeisterschaften. Und sie wurden tatkräftig unterstützt von Liesbeth, Frau Beyer und Frau Schieck. Es war das „Miteinander“ in allen Altersbereichen – wenn es darum ging Siege zu feiern, aber auch Trost zu spenden. Meist kamen diese „Überraschungen“ verspätet: Nur die Medaillengewinner wurden nach den Wettbewerben sofort zur Siegerehrung geführt. Die Platzierten erfuhren dann etwas später per Aushang, dass manchmal nur wenige Zentimeter oder Zehntel zur Medaille fehlten.

Laurenz Weber war mit zwei 4. und einem 5. Platz ganz nah dran und sollte sich an seinen guten Einzelergebnissen trotzdem freuen. Vielleicht klappt es ja bei einem der nächsten Wettkämpfe.
Wäre das Licht in der Halle ausgefallen, Anna Guhl hätte ausreichend gestrahlt. Im Hochsprung stieg sie als letzte bei 1,02m in den Wettkampf ein und übersprang die folgenden Höhen bis 1,20m mit der Schersprungtechnik immer im ersten Versuch. Wir hatten besprochen, dass Anna nach dieser Höhe zur Floptechnik wechseln kann, wenn sie es möchte. Das tat sie dann auch. Ab 1,23m war sie dann allein im Wettkampf und konnte selbst bestimmen, wie hoch sie springen möchte. Oft traut sie sich aber nicht zu 3-4 cm höher zu springen. Und so antwortete sie auf meinen Frage: „Wie viele Zentimeter soll ich höher stellen lassen – 2,3 oder 4 cm?“ „Zwei.“ In diesem Glauben ließ ich sie springen. Die nächste Höhe schaffte sie im zweiten Versuch, im ersten hatte sie die Beine nicht nachgezogen… Dann folgte die nächste Einstellung… 2cm…glaubte sie. Anna, sprang ab und schaffte es sofort. Wir besprachen: Noch eine Höhe, dann machen wir Schluss, denn es kommen ja noch all die anderen Disziplinen. So bewältigte noch 10-Jährige die dritte Höhe mit dem Flop im zweiten Versuch und freute sich über die Höhe von 1,24m, wie sie glaubte. Alle klatschten, denn nur sie hatte gar nicht realisiert, dass es 1,29m waren! Im Kugelstoßen und Hürdenlauf vervollständigte sie ihren Medaillensatz.

Frieda Schmitz (w13) wurde Kreismeisterin im Kugelstoß. Klasse! Die 12er Mädchen (Clea, Enna, Annika) standen im Sprint als „grüne Macht“ ebenso auf dem Siegerpodest wie unsere 14-jährigen. Während Jessica Lehmann bei drei Starts drei Siege einfuhr, begleitete sie Anna Selcuktekin dabei mit drei Silberplaketten und bei der letzten Siegerehrung brachte der Hallensprecher dann auch ihren Namen fehlerfrei in die Lautsprecher. Lena Schröher wurde Dritte im Sprint und im (meist ungeliebten) 800m-Lauf Zweite.

Durch unseren Neuzugang, Ben Waldmann in der M 10, hat Alex Tschikov jetzt nicht nur einen Trainings-partner, sondern auch einen Teamgefährten im Wettkampf. Während Alex mit zwei Gold- und zwei Silbermedaille die beste Jungenbilanz für den FPSV erzielte, begleitete ihn Ben Waldmann zu zwei Siegerehrungen.

Bei einigen Sportlern lagen die Plaketten noch zu weit entfernt, aber es ist trotzdem wichtig, Erfahrungen zu sammeln. So ein Wettkampf ist immer ein Lernprozess und gerade im Kinder- und Jugendbereich vergeht kaum ein Jahr – regelmäßiges Training vorausgesetzt – dann ist der Anschluss an den Spitzenbereich auf Kreisebene hergestellt. Camilla zum Beispiel lief (wie Svea!) die 50m zum ersten Mal unter 8 Sekunden und im Kugelstoß wurde sie Vierte. Doch im Hürdenlauf (76cm) errang Camilla dann die Bronzemedaille! Damit hätte sie selbst wohl am wenigsten gerechnet.

Wer bis jetzt nicht namentlich erwähnt wurde – nicht böse sein. Wir haben uns über alle FPSV-Teilnehmer gefreut. Über die bis jetzt noch nicht genannten Medaillengewinner ebenso wir über die Platzierten. Viele Trainerhinweise wurden gut umgesetzt. Macht weiter so!

Am Vormittag waren Frau Ludwig, Franka Schieck und Herr Anschütz als Kampfrichter im Einsatz. Auch Frau Schmitz und Sina, die gesundheitsbedingt nur eine Disziplin absolvieren konnte, unterstützten unsere Teilnehmer. Und die mitgereisten Familienangehörigen sorgten wie immer für eine tolle Stimmung.

Die Ergebnisse aller Aktiven zur besseren Übersicht:

Name AK 50 m Dreierhopp Med.-ball 800 m  
Johanna Beyer W 8 9,3 (7.) 2,93 (12.) 2,81m (9.)    
Linus Herzog M 9 9,2 (8.) 4,92 (4.) 5,49m (4.)    
Charlie Unglaub M 9 8,5 (III.) 4,11 (10.) 4,40m (9.) 3:43 (6.)  
Victoria Sagi W 9 9,0 (10) 4,58 (10.) 3,94 (11.) 3:36,3 (9.)  
      60 m Hü Kugel   Hoch
Elsa Vollbrecht W 10 8,6 (8.) 13,4 (11.) 3,45 (10.) 3:21,8 (7.)  
Alex Tschikov M 10 8,7 (4.) 12,8 (I.) 5,61 (II.) 3:02,1 (I.) 1,02 (II.)
Ben Waldmann M 10 8,6 (5.) 13,3 (II.) 4,45 (5.) 3:18,5 (III.)  
Anna Guhl W 11 8,2 (6.) 11,2 (II.) 5,41 (III.) 3:21,8 (7.) 1,29 (I.)
Enna Opitz W 12 7,9 (III.) 10,3 (I.) 3,98 (13.)    
Clea Lorenz W 12 7,7 (II.) 11,4 (5.) 6,18 (II.)    
Annika Mai W 12 7,6 (I.) 10,7 (III.) 5,49 (III.)    
Sina Schieck W 12     4,46 (8.)    
Laurenz Weber M 12 7,8 (5.) 11,2 (4.) 4,84 (11.) 2:56,7 (4.)  
Camilla Beyer W 13 7,9 (5.) 13,0 (III.) 5,48 (4.)    
Svea Wolf W 13 7,9 (5.)   4,80 (5.)    
Frieda Schmitz W 13 7,5 (4.)   6,70 (I.)    
Lena Schröher W 14 7,4 (III.) 11,9 (4.)   3:12,1 (II.)  
Jessica Lehmann W 14 7,1 (I.) 10,8 (I.) 7,88 (I.)    
Anna Selcuktekin W 14 7,3 (II.) 11,3 (II.) 7,06 (II.)